„Glück ist ein Wirtschaftsfaktor“

Unternehmen verplempern jedes Jahr Milliarden, weil Mitarbeiter unglücklich sind, sagt die Wirtschaftsexpertin Dorette Segschneider. Und zeigt, was Firmen tun können.

ZEIT ONLINE: Was macht Mitarbeiter glücklich, Frau Segschneider?

Dorette Segschneider: Geld und Sachwerte allein machen es jedenfalls nicht, auch wenn natürlich Geld immer wieder gefordert wird. Eine US-Studie zum Verhalten von 200.000 Mitarbeitern kommt sogar zu dem Ergebnis, dass intrinsische Motivation dreimal besser wirkt.

Lob ist effektiver und nachhaltiger. Mitarbeiter, die gelobt werden, stecken sich höhere Ziele, um dem Lob auch gerecht zu werden. Biochemisch ist interessant, was im Hirn passiert: Beim Lob wird Dopamin ausgeschüttet, was vom Gehirn als positives Erlebnis im Langzeitgedächtnis abgespeichert wird.

Allerdings funktioniert das nur bei einem ernst gemeinten Lob. Äußert sich eine Führungskraft aus strategischen Gründen anerkennend, kann das sogar negative Folgen haben. Wir können ganz gut erkennen, ob wir angelogen werden oder ob jemand etwas ernst meint. Deshalb ist es für Führungskräfte wichtig, zu ihren Mitarbeitern echte Beziehungen aufzubauen. Das funktioniert allerdings nur, wenn Sie sich als ganze Person mit Empathie einbringen. (ZeitOnline vom 09.01.2015)

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